Biografie

Otto Placht

Künstler Otto Placht

„Maler des Dschungels, Maler des Amazonas – Diese Bezeichnungen, die fast schon als Label fungieren, sind dem tschechischen Künstler Otto Placht (Prag / Peru), wie auf den Leib geschneidert. Er trägt sie schon seit mehr als fünfzehn Jahren als untrennbaren Beinamen.

… ein reiner Individualist, der hartnäckig seiner Idee folgt.

Otto Placht – mehr als ein Maler

Otto Placht ist jedoch viel mehr. Seine Persönlichkeit lässt sich weder mit einem Wort beschreiben, noch lässt er sich in eine Schublade der künstlerischen -ismen schieben. Er ist ein reiner Individualist, der schon seit seiner Studienzeit hartnäckig seiner Idee folgt. Seine Lebensgeschichte lässt sich aus vielen Perspektiven betrachten.

Eine der häufigsten ist jene, die den europäischen, romantischen Kulturmythos belebt – die Geschichte eines Künstlers auf der Flucht vor der Bequemlichkeit der zivilisierten Welt, in die jungfräulichen Arme unberührter Natur, in die Ungewissheit untrennbar mit dem Unvorhersehbarem, dem Abenteuer und der Erkenntnis verbunden – ob auf der Ebene persönlicher Reflexion, oder in breiterem Kontext der Begegnung mit der fremden Umgebung und Kultur.

Absolvent der Akademie der angewandten Künste in Prag

In den achtziger Jahren absolvierte Otto Placht die Akademie der angewandten Künste in Prag (1982 bis 1988) und von 1990 bis 1993 arbeitete er als Assistent im Atelier Monumentaler Werke bei Jiří Nač eradský.

… ein Protagonist “wilder Malerei

Er begann als expressionistischer Maler und war eine namhafte Persönlichkeit der Künstlergeneration der 80er Jahre. Er nahm an Ausstellungen teil, die das damalige totalitäre Regime konfrontierten. Als Protagonist „wilder Malerei“ bemühte er sich um die Erfassung künstlerischer Aspekte der Theorie der Fraktale und des Chaos. 1984 begann Otto Placht mit eigenen Ausstellungen.

… Otto Placht entdeckt eine neue kreative Energie in sich …

sein Weg nach Peru

1993 lernte er während seiner Ausstellung in Miami den peruanischen Schamanen Pablo Amaringo kennen, welcher in derselben Galerie Gemälde seiner Visionen ausstellte. Bald folgte er ihm in die am Rande des Dschungels gelegene Stadt Pucallpa. Seit dem kehrte er hierher oft zurück, bis er sich schließlich im nahegelegenen Indianerdorf San Francisco niederließ. Von den Insignien der Zivilisation abgeschottet, entdeckte Otto Placht neue kreative Energie in sich und fing an bewusst mit den Grenzen der westlichen Kunsterziehung zu experimentieren und erweiterte sie bald im Geiste der traditionell schamanischen Rituale.

… Er absorbiert die magische Energie des Dschungels, seine Mythen und Traditionen. …

Im peruanischen San Francisco heiratete Otto Placht eine Frau des Shipibo Stammes und gemeinsam setzten sie drei Kinder in die Welt.

zwischen Peru und Prag

Ab 1993 lebt der Maler Placht alternierend in Peru, wo er eine Gastprofessur an der Escuela de Pintura Amazonia in Pucallpa ausübte, und in Prag. Er dozierte auch auf der Florida International University und dem Española Way Art Center in Miami. Otto Placht stellte in Galerien auf der ganzen Welt aus, seine Gemälde und Werke sind Teil angesehener in– und ausländischer Kunstsammlungen, darunter die Miami MDCC Collection oder die Prager Nationalgalerie.

Otto Placht – Gründer der Taller del arte Transcultural y Amazonico in Peru

Im Jahr 2005 gründete er Taller del arte Transcultural y Amazonico (TATYA) an der Universidad Nacional Intercultural de la Amazonia (UNIA) bei Pucallpa, wo er bis 2010 als Kunstprofessor wirkte. Dann übersiedelte er sein Atelier in ein Privathaus weiter von der Zivilisation entfernt, an den Ufern des Sees Yarinacocha.“

(Vanda Skálová, Ausschnitt aus dem Buch El Libro Mágico, Otto Placht, 2012)

weitere Texte zu und von Otto Placht

“Maler des Dschungels” von Magdalena erzählt von Plachts Lebensweg

“Otto Placht erzählt von Amazonien” – Amazonien verstehen lernen

“Atelier in Peru” – mehr erfahren und Atelier mieten

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