Chaos, Kosmos und die Frauen

Ausstellungszyklus – Zwischen den Welten

Das Projekt Zwischen den Welten in der Galerie Winnerlich in Linz ist ein Ausstellungszyklus, durch den der tschechische Maler Otto Placht einem breiten internationalen Publikum vorgestellt und präsentiert wird. Die interaktive Ausstellung, die auf der Verbindung verschiedener Kulturen und Traditionen basiert, versetzt uns visuell in den Dschungel Amazoniens. Die Installationen umfassen sowohl natürliche als auch traditionelle Artefakte, die aus der peruanischen Region Ucayali, der Heimat des Indianerstamm Shipibo, importiert wurden. Um die Atmosphäre des Amazonas-Urwaldes komplett abzurunden, wird die Ausstellung von einer traditionellen indianischen Musik untermalt. Die Ausstellungen finden in enger Kooperation und Zusammenarbeit mit den tschechischen Botschaften der jeweiligen Länder statt.

27. 9. 2019 – 31. 12. 2019

Chaos, Kosmos und die Frauen

„Ein Teil vom Ausstellungszyklus “Chaos, Kosmos und die Frauen” in der Galerie in Linz ist dem weiblichen Bewusstsein gewidmet, dem, was über uns hinausgeht, was uns die Kraft gibt zu leben und die Herausforderungen die an uns gestellt sind, im Leben zu überwinden. Tod und Auferstehung der weiblichen Kraft, die schon längst auf dem imaginären Kreuz der Materie hing.

Es kommt ein Zeitalter der Transformation, wenn das Alte voller Schmerzen stirbt, damit das Neue geboren werden kann.

Die Rolle der Frau in der Gesellschaft

Welche Rolle spielt die Frau in der heutigen Gesellschaft? Leben wir in der Tat unser Leben oder führen wir nur die Funktionen aus, aufgrund von Fremdbestimmtheit die uns zugeteilt wurden? Brauchen wir für unser Leben Mascaras, Lippenstifte, künstliche Brüste, künstliche Nägel, großartigen Schnitt oder Hunderte Schuhpaare in unserem Kleiderschrank,…? Bedürfen wir Aufmerksamkeit Anderer in sozialen Netzwerken, damit wir uns glücklich und erfüllt fühlen? Sind wir wirklich fähig Gemeinsamkeit, Schwesternschaft und Nächstenliebe zu verspüren und zu leben? Können wir das wirklich und wahrhaftig aus der Tiefe unserer Seele?

Sie hatten aber das, was für uns Frauen das Wichtigste ist. Und das ist unsere Weiblichkeit.

Während meines mehrmonatigen Aufenthaltes im Amazonas-Regenwald bei Indianern interessierte mich am meisten das Verhalten von Frauen. Sie besaßen weder Schminke, teure Schuhe, hochgestellte Arbeitspositionen noch großartige rhetorische Fähigkeiten um wahrgenommen zu werden. Sie hatten aber das, was für uns Frauen das Wichtigste ist. Und das ist unsere Weiblichkeit.

Ihre weibliche Kraft ist allgegenwärtig, sich nach außen hin, nicht erweisend und aufdringlich, dennoch höchst spürbar, alles umarmend und alles verstehend präsent. Sie stehen fest auf dem Boden, dennoch befinden sie sich völlig im göttlichen Strom, alles bejahend zum und für das Leben.

Die uralte Kraft, die tief in uns steckt, wir alle fühlen sie, zumindest wenn sie uns in den dunkelsten Momenten unseres Lebens hilft. Was wäre, wenn wir uns entscheiden würden voller dieser Kraft wieder zu leben? Wenn wir unsere Masken ablegen würden, wenn wir aufhören würden uns mit anderen zu vergleichen, zu verleumden und gegen sich selbst zu kämpfen.

Ausstellung von Otto Placht

Die Ausstellung “Chaos, Kosmos und die Frauen” stellt den akad. Maler Otto Placht vor, der sein Leben dem Amazonas-Regenwald geweiht und gewidmet hat. Dessen Lebensmission es ist durch Bilder die längst vergessenen Geschichten der einheimischen Bewohner zu erzählen und deren kosmische Vision spirituell zu Lernen.

selbst hergestellte Naturfarben

Ein Teil der Ausstellung ist seinem, mit natürlichen Farben gemalten Kreationen gewidmet, die wir im Laufe des Jahres 2016 in seinem peruanischen Atelier gemeinsam hergestellt haben. Jede dieser Pflanzen verfügt laut Tradition der ursprünglichen Bevölkerung über eine heilende, bis magische Kraft. Es ist notwendig, diese Bilder zu sehen und vor ihnen im Geiste des Urwaldes zu verweilen, sie nachzuempfinden, um aus den Bildern die Kraft zu schöpfen, die sie ausstrahlen.

der Weg in Mutter Dschungel

Dem Eingang in den Tempel von Mutter Dschungel geht der Kreuzweg von Frauen voran, die Geschichte von zwölf Kreuzen, die das Schwere all der Frauen tragen, die im Laufe der neuzeitlichen Geschichte der Menschheit versklavt, vergewaltigt, entehrt, gedemütigt, weggestoßen, ermordet oder aus irgendwelchen Gründen verfolgt wurden. Jedes Kreuz ist einer bestimmten Gemeinschaft von Frauen gewidmet. Das dreizehnte ist Schwangerschaft, Tod und spätere Auferstehung, auf dem Bild der schwarzen Maria mit Jesus (Mutterschaftssymbol der Frau) gewidmet.

Dann folgt der Eingang zum Muttertempel. Es beginnt eine neue Lebensphase, eine neue Ordnung wird eingerichtet, wenn Chaos zu Kosmos wird und wenn aus Frauen die echten Frauen in ihrer Kraft zur vollen Weiblichkeit werden.

Ich wünsche uns allen die Stärke in Wahrheit zu leben und um jeden Preis herauszufinden, in jedem Moment des Lebens zu wissen, dass Niemand und Nichts über uns verfügen kann und irgendwelche Macht hat. Es ist Zeit, endlich aus unserer tiefsten Seele heraus unsere vollwertige und gegenwärtige Existenz zu genießen und dem Weg unseres Herzens zu folgen. Denn das ist das Einzige und erstrebenswerte, wofür es sich lohnt zu leben.“

Magdalena

Ausstellung
Chaos, Kosmos und die Frauen
Juni - September 2019
Galerie Winnerlich Ausstellung Sep - Dez 2019 Eröffnung
Galerie Winnerlich Ausstellung Sep - Dez 2019
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