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2020

Liebe Kunst- und Regenwaldfreunde!

Als Jahresrückblick einen herzlichen Dank an alle Freunde und Förderer der Galerie Winnerlich. Wir sind durch einen intensiven Reifungsprozess gegangen. Nun ist das Kind geboren.

Jetzt muss es genährt werden mit unserem „Da sein.”

Neues Jahr, neue Installation, neues Programm, neues Design, neue Website – NEUE INSPIRATION. Gemälde mit natürlichen Farben aus Amazonien und leuchtende Bilder von Otto Placht sind bei uns zu sehen.

Öffnungszeiten im Winter sind ab 11. Jänner 2020
Dienstag – Samstag: 17.00 – 20.00 Uhr

Alles liebe & Happy New Year, Magdalena

Eröffnung der neuen Ausstellung

“Winterlicht by Winnerlich”

Samstag, 11. Jänner 2020 um 17 Uhr

Alle sind herzlich eingeladen in gemütlicher Atmosphäre die neuen Bilder, sowie das neue Jahr zu begrüßen. Wir freuen uns auf einen geselligen Abend mit Euch!

Galerie Winnerlich - winterlich by winnerlich
Ausstellung
Winterlicht by Winnerlich
Eröffnung am
11. Jänner 2020
Galerie Winnerlich - "Winterlicht by Winnerlich"
Galerie Winnerlich - "Winterlicht by Winnerlich"
Galerie Winnerlich - "Winterlicht by Winnerlich"
Galerie Winnerlich - "Winterlicht by Winnerlich"
Galerie Winnerlich - "Winterlicht by Winnerlich"
Galerie Winnerlich - "Winterlicht by Winnerlich"
Galerie Winnerlich - "Winterlicht by Winnerlich"
Galerie Winnerlich Linz Ausstellung Jän - Mai 2020
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Magdalena Winnerlich ist die Seele der Galerie – sie begleitet diese Räumlichkeiten, die sich in der Tiefe des Herzens von Linz befinden, dahingehend zur Stadtoase zu werden.

Eine Oase vom Geist des Urwaldes genährt. Eine sanfte Urgewalt die eindringt, bewegt und verändert. Etwas, das unsere Seelen, die sich nach dieser unbekannten und doch so vertrauten Kraft sehnen, mit soviel Liebe nährt.

Es ist ein besonderes Erlebnis diese etwas andere Galerie zu besuchen und sie mit einer Portion Neugierde und Offenheit kennenzulernen.

Teresa

Zeit nehmen und Eintauchen in die Galerie

Galerie Winnerlich
Hauptplatz 17
4020 Linz
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Aus dem Herzen Amazoniens bis ins Herz von Linz

geschrieben von Magdalena Winnerlich

Aus der Zivilisation in den Dschungel führt ein langer und oft abenteuerlicher Weg. Es ist wichtig, keine Erwartungen zu haben, denn diese sind die größte Quelle falscher Vorstellungen.

Bei einer ersten Reise in den Amazonas Regenwald, gehen wir durch einen imaginären Tunnel des Unbewussten, an dessen Ende uns eine ganz andere Dimension des Seins erwartet, wie wir sie als Touristen der westlichen Zivilisation gewohnt waren.

Die Regeln der weißen Menschen ersetzen die kompromisslose Ordnung des Dschungels und der Besucher muss zur Kenntnis nehmen, dass er in eine Welt eintritt, wo die Prioritäten der Ureinwohner nur auf den gegenwärtigen Augenblick eingestellt sind. Nichts anderes gibt es nämlich.

Ureinwohner des Dschungels

Die Ureinwohner kennen Mutter Dschungel und ihre Stärke, sowie deren Gefahren. Sie verwenden keine Wörter wie Dankeschön, weil sie in unmittelbarer Dankbarkeit ständig leben und sind. Nämlich in einem ureigenem Danke gegenüber dem, das über uns steht.

Die Wirklichkeit des Lebens besteht in der Annahme eines unendlichen Strömens und dem Akzeptieren des ewigen Kreislaufs von Sein und Werden.

Diese Lebensart kann für Unbeteiligte primitiv, eintönig und uninteressant erscheinen, dennoch ist das Wichtigste für diese Menschen, das Teilen zwischen ihnen im Rahmen ihrer Gemeinschaft und der harmonischen Verbindung mit und in der Natur. Die Ältesten sind ein zentraler Bestandteil einer breiteren familiären Gemeinschaft bis zum Ableben, wobei der Tod nur ein Tor zu einer anderen Bewusstseinsebene ist. Es überwiegt der zwischenmenschliche Zusammenhalt, die Genialität ihrer Kunst, sowie die Verbindung mit Madre Selva, die die Ureinwohner als eine große heilige Blume wahrnehmen und sich in unendlichen Variationen darstellt.

Frauen des Regenwaldes

Die Frauen der Ureinwohner sind bodenständig und stehen mit beiden Beinen fest in ihrem Leben. Sie sind präsent und absolut anwesend im göttlichen Strom. Diese Kraft und Stärke der Frauen ist konstant und unmittelbar, jedoch äußerlich kaum sichtbar, dennoch spürbar als alles umarmend und begreifend. Sie sind für diejenigen Menschen eine Inspiration, die sich in Offenheit und Suche auf den Weg ins Lebens begeben, wobei das Herz bei Entscheidungen immer an erster Stelle steht und erst dann der Verstand dabei hilft und folgt.

Der Weg Galerie Winnerlich in Linz

In Analogie zum Weg in den Amazonas-Regenwald gehen wir auch in die Galerie Winnerlich zwischen zwei Dimensionen durch. Begeben Sie sich nun mit Phantasie auf diesen Weg in die Stadtoase Galerie Winnerlich, der am Hauptplatz in Linz beginnt. Menschen gehen hin und gehen her, kaufen ein, telefonieren, Straßenbahnen und Autos queren ihre Wege, Umgebungslärm…also ein klassisches Stadtgetriebe.

Galerie Winnerlich

Hauptplatz 17, 4020 Linz

Am Haus Nummer 17, mit altrosa Fassade bleiben wir stehen. Ein mittelalterliches Schmiedetor lockt uns und führt uns weg aus dem Dschungel der Stadtgetriebenheit.

Logo der Galerie Winnerlich – Vicotria amazonica

Das Logo der Galerie Winnerlich an der linken Seite des Tores symbolisiert Victoria amazonica, auch königliche Viktoria genannt. Die Königin der Amazonas-Gewässer, die größte Seerose der Welt.

Als „nomen est omen“ respektive zum menschlichen Leben, ist es, wenn sich die Blume als ganze Pflanze durch den Schlamm bis an die Wasseroberfläche durcharbeiten muss, um aufzublühen. Auch wir Menschen müssen uns oft durch imaginären Schlamm des Unbewussten durcharbeiten, um uns in der Welt zu entfalten und in voller Schönheit zu können. Diese Blume dient in vielen Kulturen auch als Symbol des Todes und der Auferstehung.

Stadtoase – es wird still

Nach dem Durchgang, befinden wir uns am Anfang eines langen Flurs, wo Indizien uns darauf hinweisen, wie wir zum Ruheplatz in die „Internationale Stadtoase“ von Linz gelangen. Mit der Zeit nehmen wir die Geräusche der Zivilisation nicht mehr wahr und vergessen langsam, genau wie auf der Reise nach Amazonien, dass ein „da draußen“ existiert.

Eingang in den Kunsttempel in Linz

Nun stehen wir vor dem Eingang der Galerie und begeben uns hinein in den Kunsttempel des Waldes. Es begrüßt und umfängt uns der Geist des Regenwaldes durch die Bilder des tschechischen Künstlers alias Malers des Dschungels Otto Placht.

Es eröffnet sich eine völlig neue Welt in Zeit und Raum, die uns durch die Sinneseindrücke, Energie, Farben und Düfte imaginär für eine Weile erlaubt, die mütterliche Stärke und Wärme des Regenwaldes nachzuempfinden.

Erdgeschoß

Im Erdgeschoss sehen wir große farbige Leinwände Plantas maestras, Siebdrucke von Pflanzen und Szenen des indianischen Lebens.

Obergeschoß

Die erste Etage ist für Bilder bestimmt, die mit Naturfarben aus Amazonien – Pflanzen gemalt sind, in weiteren Räumen werden Leinwände mit Wasserfällen, Sonnenuntergängen und eine peruanische Stadt präsentiert.

Tief im Inneren – im Herzen von Linz, im Herzen der Galerie

Der letzte Raum des Rundgangs, ist zeremoniellen fluoreszierenden Stickereien gewidmet, die man nur im Dunkeln sehen kann. Somit erscheint nur das, was erscheint.

Perspektivenänderung

Damit ändert sich auch unsere Sicht auf die Welt und diese Perspektivenänderung ermöglicht uns daher auch die Ewigkeit anders wahrzunehmen.

Wir können feststellen, dass wir mit dem Gefühl der Einsamkeit nicht alleine sind und dass das Gefühl der Einsamkeit nur dadurch entsteht, weil wir an uns nicht glauben und dass die einzigen Grenzen, die es gibt, diejenigen sind, die wir uns bedingt unserer Angst stellen.

Die Indianer wussten damals und wissen es heute noch, dass Gott existiert und dass er in uns Menschen verborgen ist. Sie fühlen sich als untrennbaren Teil daher mit ihm verbunden, nehmen natürliche und naturgesetzmäßige Geheimnisse wahr, die der moderne westliche Mensch in seiner Verwissenschaftlichung seines Lebensausdruckes vergeblich sucht.

Ich glaube fest daran und es ist auch mein Ziel, dass diese Galerie in ihrem Rahmen ein Ort wird, der in den Herzen der Besucher ein Gefühl von Ankommen, Verbundenheit, Zusammenhalt, Gemeinsamkeit, sowie Freundlichkeit hinterlässt und vielleicht auch dazu dienen und helfen kann, bei dem, was man heute so vergeblich sucht.

Nämlich das, auch wenn man es erst später findet, was für jeden persönlich das Richtige ist.

Magdalena